Unter der Leitung des Dirigenten Stefan Geiger erarbeitete das Landesjugendorchester Bremen Werke von Reinhold Glière und Alexander Zemlinsky. Dabei ist es sehr erfreulich, den Solohornisten des NDR-Sinfonieorchesters für das „Konzert für Horn und Orchester“ op. 91 von R. Glière gewinnen zu können. Der 1972 geborene Jens Plücker gewann während und nach seinem Studium in Köln diverse Preise in namhaften Wettbewerben (z.B. intern. Kammermusikwettbewerb Osaka/Japan oder Wettbewerb des DMR), um dann 1994 als Solohornist bei den Bochumer Sinfonikern engagiert zu werden. Nach einem Engagement an der Hamburgischen Staatsoper als Solohornist, wechselte er 2002 in dieser Position zum NDR-Sinfonieorchester Hamburg.

Der seit 1996 als künstlerischer Leiter des LJO Bremen engagierte Dirigent Stefan Geiger wird das Landesjugendorchester Bremen mit diesem Programm an eher unbekannte Werke heranführen, die für die Musikgeschichte allerdings eine enorme Bedeutung hatten. Stefan Geiger arbeitet als Dirigent regelmäßig mit dem „ensemble neues werk“ des NDR Hamburg und anderen Orchestern, wie beispielsweise der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Das erste Werk des Abends ist das Konzert für Horn und Orchester, welches Reinhold Glière 1950 komponierte. Valeri Polech, auf dessen Initiative Glière dieses Konzert verfasste, sagt darüber: „.. ich [hatte] schon ein recht breites Repertoire, aber heute scheint es nur eine Prélude für eine grosse Komposition gewesen zu sein - das wunderbare Konzert, das Glière für das Horn geschrieben hat.“
„Die Seejungfrau“, das zweite Werk des Abends wurde 1902 von dem Wiener Komponisten Alexander Zemlinsky geschrieben. In seiner Arbeit integrierte er Stilelemente der Musik von Brahms und Wagner und war Impulsgeber für die Entwicklung der Schönberg-Schule. Das orchestral aufwendige, die Dauer einer ganzen Brahms-Sinfonie beanspruchende Werk „Die Seejungfrau“, darf als eindrücklichste Arbeit des jüngeren Zemlinsky gelten.

Nach 2 Konzerten in Hambergen und Lohne beendet das Landesjugendorchester Bremen seine 7tägige Osterarbeitsphase in der Glocke Bremen. Diese regelmäßigen Arbeitsphasen des Orchesters bilden den Schwerpunkt der Nachwuchsförderung im LJO Bremen. Es erklangen in den vergangenen Jahren Interpretationen der „Symphony fantastique“ von H. Berlioz, des Doppelkonzertes und der 1. Sinfonie von J. Brahms, der „Sinfonia Concertante“ von W.A. Mozart und der 1. Sinfonie von G. Mahler. Besonders sind die Filmprojekte der Orchesters hervorzuheben. So wurde zum Beispiel erst vor kurzem der Stummfilmklassiker „Goldrausch“ von Charlie Chaplin in der Bremer Glocke mit der Original-Filmmusik live begleitet. Zudem konnten die jungen Musiker im Ausland (1998 Italien und Brasilien, 2003 Belgien und die Niederlande) ihre musikalische Qualität unter Beweis stellen.

 

Hambergen 2004

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Lohne 2004

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Jens Plücker Jens Plücker, 1972 in Haan/Rheinland geboren, erhielt seinen ersten Hornunterricht schon mit 9 Ja...

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