Osterprojekt 2003

Ab Anfang März 2003 begannen die Vorproben für das Projekt, bei dem die Sinfonie Nr. 1 von G. Mahler und „Vier letzte Lieder“ von R. Strauss auf dem Programm standen. In den Osterferien probte das 90köpfige Orchester dann in einer 8tägigen Arbeitsphase in der Tagungsstätte Bredbeck vom 14.-21. April 2003. Im April 2003 beendete der KLangkörper mit vier Konzerten seine bisherige größte Arbeitsphase seit seinem Bestehen. Diese abschließenden Konzerte fanden statt am:

22.4. Konzert in der Aula des Gymnasiums in Westerstede
23.4. Konzert in der Großen Kirche Bremerhaven
24.4. Konzert in der Aula des Gymnasiums in Lohne
25.4. Konzert in der Glocke, Großer Saal in Bremen


„Vier letzte Lieder“, eine Komposition für Sopran und Orchester von Richard Strauss, entstand 1947/48 während einiger Krankheits- und Genesungsmonate in der Schweiz. In dreien der 4 transparent orchestrierten Gesänge herrschen Worte des Abschieds vor, welchen Strauss eine kantilenenbetonte Musik heiterer Gelassenheit entgegensetzt.

Gustav Mahler komponierte seine Sinfonie Nr. 1 von 1884 bis 1889 und änderte sie bis zur Uraufführung 1889 in Budapest etliche Mahler, bis sie „im ganzen schlanker und durchsichtiger geworden [war]“. (Mahler in einem Brief an R. Strauss 1893).
In Weimar wurde diese Sinfonie noch mit dem Titel „Der Titan. Eine Tondichtung in Sinfonieform, nach Jean Pauls gleichnamigen Erziehungsroman“ im Programmheft angeführt. Später bürgerte sich die schlichte Bezeichnung Erste Sinfonie weithin ein. Ebenso wie die gesamte Komposition trugen auch die Sätze ursprünglich Titel:
1. Frühling und kein Ende
2. Blumenkapitel (Adagio, heute nicht mehr vorhanden)
3. Mit vollen Segeln
4. Gestrandet. Ein Totenmarsch in Callot’s Manier und
5. Dall’inferno al paradiso.

Diese Satztitel beschreiben sehr treffend, was Mahler in seinen Sätzen jeweils ausdrücken wollte und vor allem welche unterschiedlichen Themen er in nur einer Sinfonie verarbeitete. Auch wenn diese Beschreibung einzeln abgeschirmte Sätze vermuten lässt, mischt Mahler in den einzelnen Sätzen immer wieder Melodien und Themen des vorherigen in die Musik.


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