Portugal 2011

Bre Po 2011

Das Landesjugendorchester Bremen konnte nach 6 Jahren wieder ein Projekt jenseits der deutschen Grenzen veranstalten. Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt ein gemeinschaftliches Orchestererlebnis mit Bremer und portugiesischen Jugendlichen geworden ist, dass alle Musiker sehr genossen haben und das in bleibender Erinnerung sein wird.


Ein musikalischer Jugendaustausch

Schon seit 40 Jahren engagiert sich das Landesjugendorchester Bremen durch zahlreiche Reisen ins Ausland für Völkerverständigung und das gegenseitige Kennen lernen verschiedener Kulturkreise. Den jungen Musikerinnen und Musikern aus Bremen und dem norddeutschen Raum wurde es so ermöglicht, zusätzlich zur Auseinandersetzung mit musikalischen Werken, andere Länder und Lebensweisen unmittelbar zu erfahren. Die Unterbringung in Gastfamilien und kulturelle Rahmenprogramme gehören ebenso zu diesem Engagement, wie der musikalische Austausch und das hohe, professionelle Niveau des Orchesters.
Mit dieser langjährigen Erfahrung und dem klar formulierten Ziel der Völkerverständigung vor Augen möchten wir nun neue Wege gehen und uns noch mehr dem Austauschgedanken widmen: In diesem Sinne haben wir ein Jugendaustauschprojekt mit der Musikschule der Stadt Póvoa de Varzim in Portugal initiiert.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Landesjugendorchesters war das Orchester international besetzt: junge Musikerinnen und Musiker aus Portugal integrierten sich für dieses Projekt im Orchester. Die Proben fanden in Portugal statt und im Anschluss gab das ganze Orchester mehrere Konzerte in Deutschland, wo die portugiesischen Musikerinnen und Musiker in Gastfamilien untergebracht waren.


Proben und Konzerte

Das Orchester bestand aus ca. 65 jungen Musikerinnen und Musikern zwischen 13 und 25 Jahren, die aus Bremen und dem norddeutschen Raum sowie aus der Musikschule Póvoa de Varzim und aus Porto kommen. Geprobt wurde vom 25.-29. Juli 2011 in Póvoa de Varzim.

Die abschließenden fünf Konzerte fanden sowohl in Portugal als auch in Deutschland statt: Den Auftakt bildete ein Konzert am 29. Juli 2011 im Rahmen des renommierten portugiesischen Klassik-Festivals, dem „Festival Internacional Música da Póvoa de Varzim“ in Póvoa de Varzim.Ein weiteres Konzert fand am 31. Juli 2011 in Porto in der „Casa da Musica“, dem größten Konzerthaus Portos, statt. Das Auftaktkonzert in Deutschland gaben wir am 05. August 2011 in der St. Katharinen Kirche in Braunschweig. In Deutschland konzertierten wir zudem am 06. August 2011 in der Lutherkirche Leer. Am 07. August 2011 präsentierten wir das letzte Konzert des Projekts iin der Kirche Unser Lieben Frauen in Bremen.
Um unseren portugiesischen Musikern über die Konzerte hinausgehende Eindrücke in Deutschland zu vermitteln, waren die Musiker in Bremen in Gastfamilien untergebracht.


Programm
Ein besonderes Projekt verlangte ein besonderes Programm, so dass eigens ein Solokonzert für Posaune und Orchester komponiert wurde, welches seine Uraufführung am 30. Juli 2011 in Póvoa de Varzim erlebte. Dafür konnten wir den 1989 geborenen portugiesischen Komponisten Cláudio Moreira gewinnen. Solist war Nuno Martins, Baßposaunist des Sinfonieorchesters Porto. Im zweiten Teil des Programms präsentierten wir Robert Schumanns Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 „Rheinische Sinfonie“. Die 3. Sinfonie Es-Dur op. 97, mit dem Zusatztitel „Rheinische Sinfonie“ versehen, wurde 1850 als seine letzte Sinfonie komponiert. Die Bezeichnung „Rheinische Sinfonie“ verweist auf die Entstehung des Werkes kurz nach Schumanns Umzug von Dresden nach Düsseldorf an den Rhein. Die euphorische Stimmung, in die der Umzug den Komponisten versetzt hatte, schlägt sich in der lebensfrohen Grundstimmung des Werkes nieder, das häufig als ein Spiegel „rheinischer Fröhlichkeit“ interpretiert wird.

















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